{"id":56,"date":"2016-06-05T12:34:09","date_gmt":"2016-06-05T10:34:09","guid":{"rendered":"https:\/\/testnetz.ch\/alumni\/?page_id=56"},"modified":"2021-10-06T16:20:29","modified_gmt":"2021-10-06T14:20:29","slug":"baukaderschule","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/alumni-bks.ch\/web\/baukaderschule\/","title":{"rendered":"Baukaderschule"},"content":{"rendered":"<p>Die aus der 1942 gegr\u00fcndeten ehemaligen Polierschule hervorgegangene Baukaderschule St.Gallen vermittelt jungen Berufsleuten die theoretischen Kenntnisse zur Aus\u00fcbung einer Kadert\u00e4tigkeit im Bauhauptgewerbe. Neben hauptamtlich t\u00e4tigen Berufsschullehrern unterrichten \u00fcber 50 Lehrkr\u00e4fte, die hauptberuflich in Planungs- und Produktionsbetrieben arbeiten.<\/p>\n<p><strong>Von den Anf\u00e4ngen der Polierschule &#8230;<\/strong><\/p>\n<p>Als die Stadt St.Gallen das erste, nur f\u00fcr Berufsbildung bestimmte Gewerbeschulhaus St. Mangen erbaute, war die Berufsbildung der Lehrlinge nur bescheiden organisiert. Daf\u00fcr bestand eine Einrichtung f\u00fcr berufliche Weiterbildung, die in dieser Form l\u00e4ngst nicht mehr existiert, n\u00e4mlich der &#8222;offene Zeichnungssaal&#8220;. In diesem Zeichnungssaal stand dem Berufsmann ein Fachlehrer zur L\u00f6sung zeichnerischer und konstruktiver Problemstellungen zur Verf\u00fcgung. Diese Dienstleistung wurde haupts\u00e4chlich von Angeh\u00f6rigen des Baugewerbes und vorwiegend in der Winterzeit in Anspruch genommen.<br \/>\nAus diesen &#8222;offenen Zeichnungss\u00e4len&#8220; entwickelten sich schliesslich die Tagesklassen f\u00fcr Maurer und Zimmerleute, die sich Anfangs der Dreissiger-Jahre einer stets wachsenden Anzahl von Teilnehmern erfreute. Mit der Aufnahme war man nicht sehr streng. Eine abgeschlossene Berufslehre wurde nicht verlangt. Lehrlinge besuchten diese Kurse zum Teil bereits w\u00e4hrend der Lehrzeit und nicht selten wurde der Besuch im Lehrvertrag bereits gegenseitig vereinbart. Die Durchmischung der Tagesklassen mit Berufsleuten unterschiedlichen Ausbildungsstandes erschwerte wenn nicht gar verunm\u00f6glichte das Erreichen von von gemeinsamen Lehrzielen. Der Unterricht fand denn auch in vielen F\u00e4chern auf sehr individuelle Weise statt.<\/p>\n<p>Bald schon, in den letzten Jahren vor dem zweiten Weltkrieg liess die Nachfrage nach Ausbildungspl\u00e4tzen in den Tagesklassen stark nach. Zum Einen hatte sich in St.Gallen eine private Konkurrenz mit Kursen f\u00fcr Zimmerleute gebildet, zum Anderen gaben immer mehr m\u00f6gliche Absolventen solchen Schulen den Vorzug, die Diplome abgeben konnten. So konnte im ersten Kriegswinter nur gerade noch eine Tagesklasse gef\u00fchrt werden. Der Ruf seitens der Kursteilnehmer nach einem &#8222;sch\u00f6nen St\u00fcck Papier&#8220; wurde immer lauter. Deshalb setzte sich der damalige Schuldirektor f\u00fcr eine Neugestaltung der Winterkurse ein, indem er der Gewerbeschulkommission eine Vorlage f\u00fcr einen Lehrgang mit Diplompr\u00fcfung vorlegte.<\/p>\n<p>&#8222;Der Polier ist das Bindeglied zwischen Bauleitung und Handwerker und bedarf deshalb einer Ausbildung, die sich von den Bed\u00fcrfnissen der Praxis her aufbaut&#8220;, so der Wortlaut in der erw\u00e4hnten Vorlage an die Gewerbeschulkommission. Die Schulstadt St.Gallen erachtete es schon damals als eine ihrer Aufgaben, durch Erhaltung und Unterst\u00fctzung von Ausbildungsm\u00f6glichkeiten \u00fcber die Berufslehre hinaus f\u00fcr das Gewerbe in der Region etwas zu tun. So wurde das F\u00fchren von Winterkursen mit dem Ausbildungsziel des Poliers grunds\u00e4tzlich gut geheissen. Neu wurde f\u00fcr die Aufnahme in den Lehrgang eine abgeschlossene Berufslehre verlangt. Damals wurden auch die grundlegenden F\u00e4cher, wie sie im wesentlichen noch heute unterrichtet werden, festgelegt. Man einigte sich auf eine Schlusspr\u00fcfung unter Einbezug von externen Experten und ein Polier-Diplom, um die &#8222;St. Galler Polierkurse zu neuer Bl\u00fcte zu erwecken&#8220;. Am 23. August 1942 wurden von der Gewerbeschulkommission Lehrplan, Schulreglement und Pr\u00fcfungsordnung genehmigt. Obwohl Zeichnungen von Absolventen der St. Galler Polierschule aus Mitte der Dreissiger-Jahre vorliegen, kann das offizielle &#8222;Geburtsjahr&#8220; der neuen Polierschule mit dem Wintersemester 1942 angenommen werden.<\/p>\n<p><strong>&#8230;zur heutigen Baukaderschule<\/strong><\/p>\n<p>Die Baukaderschule St.Gallen ist eine eidgen\u00f6ssisch anerkannte H\u00f6here Fachschule f\u00fcr Technik. Sie wird als Abteilung des Gewerblichen Berufs- und Weiterbildungszentrums St.Gallen gef\u00fchrt. Die Baukaderschule bereitet Berufsleute verschiedener Fachrichtungen mit einer soliden Ausbildung gezielt darauf vor, personelle Verantwortung und technisches Wissen in ihrer zuk\u00fcnftigen T\u00e4tigkeit effizient einzusetzen. Mit ihrem Angebot orientiert sich nah am Markt. Das vielf\u00e4ltige Bildungsangebot entspricht den aktuellen Bed\u00fcrfnissen der Branche und ist praxisnah aufgebaut. Der Lernstoff wird von ausgewiesenen Fachleuten mit langj\u00e4hriger Berufs- und Lehrerfahrung vermittelt. Diese bilden sich selbst stets weiter und gew\u00e4hrleisten so, dass das Fachwissen dem neusten Stand der Entwicklung entspricht. Wichtige theoretische Erkenntnisse und anwendungsbezogene Inhalte gehen im Unterricht Hand in Hand.<br \/>\nDas Bildungsangebot reicht von Tageskursen bis zu Lehrg\u00e4ngen \u00fcber mehrere Semester hinweg. Im Fokus steht dabei immer die gleichwertige Vermittlung von Fach-, Sozial-und Methodenkompetenz. Die Qualit\u00e4t der Erwachsenenbildung an der Baukaderschule St.Gallen wird durch verschiedene Zertifizierungen belegt.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.gbssg.ch\/bau\/baukaderschule-stgallen.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Baukaderschule, die h\u00f6here Fachschule f\u00fcr Technik<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die aus der 1942 gegr\u00fcndeten ehemaligen Polierschule hervorgegangene Baukaderschule St.Gallen vermittelt jungen Berufsleuten die theoretischen Kenntnisse zur Aus\u00fcbung einer Kadert\u00e4tigkeit im Bauhauptgewerbe. Neben hauptamtlich t\u00e4tigen Berufsschullehrern unterrichten \u00fcber 50 Lehrkr\u00e4fte, die hauptberuflich in Planungs- und Produktionsbetrieben arbeiten. 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